Solid Energy und Clayton gehen strategische Partnerschaft für neue Dampfwärmepumpe ein
Durch diese Zusammenarbeit kombinieren die beiden Unternehmen Hochtemperatur-Wärmepumpentechnologie mit jahrzehntelanger Dampfexpertise – und machen einen weiteren Schritt, um industrielle Prozesswärme von fossilen Brennstoffen unabhängig zu machen.

Dampf treibt nach wie vor große Teile der weltweiten Industrie an, doch dies ist selten eine grüne Erfolgsgeschichte. Die meisten industriellen Dampfanlagen werden heute mit Gas oder Öl befeuert, da bisher keine elektrische Lösung die hohen Temperaturen erreichen konnte, die die Industrie benötigt. Das ändert sich gerade.
Solid Energy, ein dänischer Hersteller von Hochtemperatur-Wärmepumpen, geht eine strategische Partnerschaft mit dem amerikanischen Dampfspezialisten Clayton Industries ein. Ziel ist eine neue Generation von Dampfwärmepumpen, die Dampf mit bis zu 4 bar liefern können – und dort eingesetzt werden können, wo heute gas- und ölbetriebene Dampfanlagen stehen.
Im Rahmen der Zusammenarbeit bringt Solid Energy seine bewährte Hochtemperatur-Wärmepumpentechnologie ein, während Clayton Industries sein Dampferzeugungsmodul beisteuert. Gemeinsam sollen die beiden Technologien in der Lage sein, effizient 4-bar-Dampf zu erzeugen und so konventionelle gas- und ölbetriebene Dampfanlagen zu ersetzen oder zu ergänzen.
Laut Jan Enemark, CEO von Solid Energy, ist es gerade der industrielle Dampf, der als einer der schwierigsten Bereiche der grünen Transformation gilt:
„Industrieller Dampf ist einer der Bereiche, in denen Elektrifizierung einen enormen Unterschied machen kann. Durch die Kombination unserer bewährten Wärmepumpenplattform mit der Dampfexpertise von Clayton können wir der Industrie einen praktischen Weg zu Hochtemperaturdampf mit deutlich geringerer Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen bieten. Ebenso wichtig ist, dass wir die höhere Temperaturkapazität durch die Weiterentwicklung einer Technologie erreicht haben, die sich bereits seit vielen Jahren im Betrieb bewährt hat“, sagt Jan Enemark, CEO von Solid Energy.
Die Dampfwärmepumpe ist somit ein wichtiger Schritt zur Dekarbonisierung industrieller Prozesswärme. Indem sie es Herstellern ermöglicht, Dampf mit elektrisch betriebener Wärmepumpentechnologie anstelle von fossilen Brennstoffen zu erzeugen, kann die Lösung den Verbrauch fossiler Brennstoffe – und die damit verbundenen CO2-Emissionen – in einer Vielzahl von Industriezweigen erheblich reduzieren.
Die Lösung basiert auf bewährter Technik. Solid Energy hat sie durch die Weiterentwicklung seines bestehenden Wärmepumpen-Kompressormoduls und der erprobten Steuerungsarchitektur, die bereits in den Wärmepumpen des Unternehmens im Einsatz ist, entwickelt. Mit denselben Kernkomponenten und Steuerungen kann die Technologie nun Vorlauftemperaturen von bis zu 165 °C erreichen. Die entscheidende Änderung ist ein anderes Kältemittel, das die für die Dampferzeugung erforderlichen höheren Temperaturen ermöglicht – in Wärmepumpen, die bereits seit mehr als zehn Jahren erfolgreich im Einsatz sind.
Vonseiten Claytons wird betont, dass die Zusammenarbeit den Kunden eine Lösung ohne Kompromisse bei der Leistung bieten soll:
„Unsere Kunden fordern zunehmend Dampflösungen, die Effizienz, Betriebssicherheit und einen glaubwürdigen Weg zur Dekarbonisierung vereinen. Diese Zusammenarbeit verbindet zwei komplementäre Technologien und Fachgebiete. Das Ergebnis ist eine leistungsstarke Lösung für Industrieanlagen, die konventionelle, fossil befeuerte Dampferzeugung ersetzen oder ergänzen möchten – ohne Kompromisse bei der für ihre Prozesse erforderlichen Leistung einzugehen“, sagt Levi Stenten, europäischer CEO bei Clayton Industries.
Die Zusammenarbeit vereint somit die Stärken zweier Unternehmen: die Erfahrung von Solid Energy mit Hochtemperatur-Wärmepumpen und die langjährige Expertise von Clayton Industries in der industriellen Dampferzeugung.
Clayton Industries ist ein globaler Hersteller industrieller Dampflösungen mit Wurzeln, die bis ins Jahr 1961 zurückreichen, als die europäischen Ingenieurs- und Produktionsaktivitäten des Unternehmens in Bornem, Belgien, gegründet wurden. Heute ist Clayton of Belgium der Hauptsitz des Unternehmens für Europa, den Nahen Osten und Afrika, während sich der globale Hauptsitz in Kalifornien befindet, ergänzt durch weitere Produktionsstätten in Mexiko und Europa sowie Tochtergesellschaften in Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Spanien und Großbritannien.
Durch die Kombination bewährter Technologien beider Unternehmen ist es das Ziel, Industriekunden einen praktischen und CO2-ärmeren Weg zur Dampferzeugung zu bieten – und so einigen der energieintensivsten Prozesse der Industrie zu helfen, sich von fossilen Brennstoffen zu lösen.
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